OnlineBerater INTERNES AUDIT NACH ISO 9001

ISO 9001 selbst aufbauen.

Sie brauchen dafür keinen Berater — Sie brauchen die richtige Reihenfolge. Diese Anleitung geht die Normkapitel 4 bis 10 durch: was jedes Kapitel wirklich verlangt, welches Dokument dabei entsteht und welcher Fehler dem Auditor zuerst auffällt.

Eine Sache können Sie nicht selbst erledigen: das interne Audit. Die Norm verlangt dort Unparteilichkeit. Das übernehme ich — als einzelnen Baustein, ohne Beratungsprojekt drumherum.

Arbeiten Sie die Kapitel in dieser Reihenfolge ab. Jedes erzeugt Nachweise, die das nächste voraussetzt — wer bei den Prozessen anfängt, schreibt später alles noch einmal. Rechnen Sie für den Eigenaufbau mit drei bis sechs Monaten neben dem Tagesgeschäft.

Kapitel 4

Kontext der Organisation

Hier klären Sie, worauf sich Ihr System überhaupt bezieht. Das ist keine Fleißarbeit, sondern die Klammer: Alles Spätere muss zu diesem Anwendungsbereich passen.

Was Sie tun

  • Interne und externe Themen sammeln, die Ihr Geschäft beeinflussen (Markt, Personal, Technik, Recht)
  • Interessierte Parteien auflisten und notieren, was jede von Ihnen erwartet
  • Anwendungsbereich festlegen — welche Standorte, welche Leistungen
  • Prozesse benennen und ihre Reihenfolge sowie Wechselwirkungen darstellen

Was entsteht

Kontextanalyse, Liste der interessierten Parteien, schriftlicher Anwendungsbereich, Prozesslandkarte.

Typischer Fehler

Der Anwendungsbereich ist weiter formuliert als das, was Sie tatsächlich steuern. Der Auditor prüft dann Bereiche mit, für die es keine Nachweise gibt.

Kapitel 5

Führung

Das Kapitel, das sich nicht delegieren lässt. Die Geschäftsführung muss im Audit selbst sprechfähig sein — ein QM-Beauftragter, der stellvertretend antwortet, ist genau das Muster, das hier auffällt.

Was Sie tun

  • Qualitätspolitik schreiben: kurz, konkret, zu Ihrem Geschäft passend
  • Politik im Betrieb bekannt machen und verfügbar halten
  • Rollen, Verantwortungen und Befugnisse zuordnen und kommunizieren
  • Kundenorientierung belegen — woran merkt man sie in Ihren Abläufen?

Was entsteht

Qualitätspolitik als dokumentierte Information, Organigramm mit Verantwortungen, Stellen- oder Rollenbeschreibungen.

Typischer Fehler

Eine Politik aus der Vorlage, die auf jedes Unternehmen passt. Sie ist formal in Ordnung, trägt aber die Qualitätsziele aus Kapitel 6 nicht.

Kapitel 6

Planung

Aus dem Kontext werden jetzt Entscheidungen. Risiken und Chancen brauchen keine Software und keine Matrix mit Farbskala — sie brauchen eine nachvollziehbare Ableitung aus Kapitel 4 und eine Maßnahme dahinter.

Was Sie tun

  • Risiken und Chancen aus Kontext und interessierten Parteien ableiten
  • Zu jedem relevanten Punkt eine Maßnahme mit Verantwortlichem und Termin festlegen
  • Qualitätsziele messbar formulieren — mit Kennzahl, Zielwert und Zeitpunkt
  • Festlegen, wie Sie Änderungen am System geplant durchführen

Was entsteht

Risiken- und Chancenanalyse mit Maßnahmen, Zielblatt mit Kennzahlen, Regelung zur Änderungsplanung.

Typischer Fehler

Ziele ohne Zahl („Kundenzufriedenheit erhöhen"). In Kapitel 9 lässt sich dann nicht bewerten, ob sie erreicht wurden — die Abweichung entsteht also erst später.

Kapitel 7

Unterstützung

Ressourcen, Kompetenz, Kommunikation, Dokumentenlenkung. Hier entscheidet sich, ob Ihr System später pflegbar bleibt oder Sie in zwei Jahren vor einer Ablage stehen, die niemand mehr versteht.

Was Sie tun

  • Personal, Infrastruktur und Arbeitsumgebung beschreiben, soweit sie die Qualität beeinflussen
  • Messmittel erfassen und die Überwachung regeln, falls Sie messen
  • Kompetenzen je Rolle festlegen, Schulungen planen und Nachweise ablegen
  • Dokumentenlenkung festlegen: wer erstellt, wer gibt frei, wo liegt die gültige Fassung

Was entsteht

Qualifikationsmatrix und Schulungsnachweise, Messmittelliste, Regelung zur Dokumentenlenkung, Kommunikationsplan.

Typischer Fehler

Zwei Versionen desselben Dokuments in Umlauf — eine im Ordner, eine auf dem Server. Das ist die am häufigsten festgestellte Abweichung überhaupt.

Kapitel 8

Betrieb

Das umfangreichste Kapitel — und das, bei dem Sie am wenigsten neu erfinden müssen. Ihre Abläufe existieren bereits. Sie beschreiben sie nur so, dass ein Fremder sie nachvollziehen kann.

Was Sie tun

  • Kundenanforderungen vor der Zusage prüfen und die Prüfung belegen
  • Externe Anbieter bewerten und die Kriterien dafür festhalten
  • Leistungserbringung steuern: Freigaben, Kennzeichnung, Rückverfolgbarkeit
  • Umgang mit fehlerhaften Ergebnissen regeln — wer entscheidet was
  • Entwicklung nach 8.3 nur, wenn Sie tatsächlich entwickeln; sonst begründet ausschließen

Was entsteht

Prozessbeschreibungen, Lieferantenbewertung, Freigabenachweise, Fehler- und Reklamationsdokumentation.

Typischer Fehler

Prozesse werden so beschrieben, wie sie sein sollten, nicht wie sie laufen. Der Auditor vergleicht Beschreibung und Praxis — die Lücke ist die Abweichung.

Kapitel 9

Bewertung der Leistung

Das Kapitel, an dem Eigenaufbauten am häufigsten scheitern. Nicht weil es schwer ist, sondern weil es Nachweise über einen Zeitraum verlangt — und die lassen sich nicht kurz vor dem Audit erzeugen.

Was Sie tun

  • Kennzahlen aus Kapitel 6 regelmäßig erheben und auswerten
  • Kundenzufriedenheit erfassen — Befragung, Reklamationsquote, Wiederkaufrate
  • Internes Audit über alle Prozesse durchführen und dokumentieren
  • Managementbewertung mit allen geforderten Eingaben und Ergebnissen erstellen

Was entsteht

Kennzahlenauswertung, Auditprogramm, interner Auditbericht, Protokoll der Managementbewertung.

Typischer Fehler

Das interne Audit wird von der Person durchgeführt, die den Bereich selbst verantwortet. Die Norm verlangt Unparteilichkeit — im kleinen Betrieb ist das die Stelle, an der externe Hilfe nötig wird.

Kapitel 10

Verbesserung

Kurz im Text der Norm, entscheidend im Audit. Hier zeigt sich, ob das System lebt oder nur existiert.

Was Sie tun

  • Nichtkonformitäten erfassen: Reklamationen, Fehler, Auditfeststellungen
  • Ursache suchen, nicht nur das Symptom beheben
  • Korrekturmaßnahme festlegen, umsetzen und auf Wirksamkeit prüfen
  • Verbesserungen aus Kennzahlen und Managementbewertung ableiten

Was entsteht

Maßnahmenplan mit Ursache, Verantwortlichem, Termin und Wirksamkeitsprüfung.

Typischer Fehler

Die Wirksamkeitsprüfung fehlt. Maßnahme umgesetzt, Haken dran — aber niemand hat nachgesehen, ob der Fehler wiederkam.

Nachweise

Was die Norm ausdrücklich schriftlich verlangt.

Ein Handbuch fordert ISO 9001 seit der Revision 2015 nicht mehr. Gefordert sind dokumentierte Informationen an bestimmten Stellen — diese hier. Alles darüber hinaus schreiben Sie für sich, nicht für den Auditor.

4.3Anwendungsbereich des ManagementsystemsDokument
4.4Beschreibung der Prozesse, soweit zur Steuerung nötigDokument
5.2QualitätspolitikDokument
6.2QualitätszieleDokument
7.1.5Eignung der Überwachungs- und MessmittelNachweis
7.2Kompetenz der MitarbeitendenNachweis
8.2Prüfung der Kundenanforderungen vor der ZusageNachweis
8.3Entwicklung — Eingaben, Steuerung, Ergebnisse, ÄnderungenNachweis
8.4Bewertung und Auswahl externer AnbieterNachweis
8.5.1Merkmale der Produkte und DienstleistungenDokument
8.5.2Rückverfolgbarkeit, soweit gefordertNachweis
8.5.3Eigentum von Kunden oder externen AnbieternNachweis
8.6Freigabe von Produkten und DienstleistungenNachweis
8.7Umgang mit nichtkonformen ErgebnissenNachweis
9.1Ergebnisse von Überwachung und MessungNachweis
9.2Auditprogramm und AuditergebnisseNachweis
9.3Ergebnisse der ManagementbewertungNachweis
10.2Nichtkonformitäten und ergriffene KorrekturmaßnahmenNachweis
Vorlagen

Die Dokumente, mit denen Sie anfangen können.

Leere Vorlagen im Format, das Auditoren erwarten — Sie tragen Ihre Inhalte ein. Vorlagen sparen Formatierungsarbeit, nicht Denkarbeit: Was drinsteht, müssen Sie im Audit belegen können.

Kap. 4–10Kostenlos

Checkliste der 18 Nachweise

Alle dokumentierten Informationen, die die Norm ausdrücklich verlangt — mit Spalte für Status und Verantwortlichen.

PDF herunterladen →
Kap. 4.4Gegen E-Mail

Prozesslandkarte

Raster für Führungs-, Kern- und Unterstützungsprozesse samt Wechselwirkungen. Der erste Nachweis, den jeder Auditor sehen will.

Kap. 6.2Gegen E-Mail

Qualitätsziele und Kennzahlen

Zieleblatt mit Kennzahl, Ausgangswert, Zielwert und Termin. Verhindert den häufigsten Fehler: Ziele ohne Zahl.

Kap. 8.4Gegen E-Mail

Lieferantenbewertung

Bewertungsraster für externe Anbieter mit Kriterien, Gewichtung und Wiederholungsrhythmus.

Kap. 9.2Im Audit-Paket

Auditprogramm und Auditbericht

Erstellen wir im Rahmen des internen Audits — inklusive Feststellungen in der Form, die Zertifizierungsstellen erwarten.

Teil des Audit-Pakets
Kap. 9.3 / 10.2Im Audit-Paket

Managementbewertung und Maßnahmenplan

Protokoll mit allen geforderten Eingaben sowie der Maßnahmenplan mit Ursache, Termin und Wirksamkeitsprüfung.

Teil des Audit-Pakets

Die beiden letzten Positionen geben wir bewusst nicht als Vorlage heraus. Eine ausgefüllte Managementbewertung ohne die Daten dahinter besteht kein Audit — und ein internes Audit, das man sich selbst schreibt, erfüllt die Unparteilichkeit nach 9.2 nicht.

Grenzen

Wo der Eigenaufbau aufhört.

Das meiste können Sie selbst. An fünf Stellen wird es regelmäßig eng — nicht wegen fehlendem Wissen, sondern weil die Norm dort etwas verlangt, das aus dem Betrieb heraus schwer zu liefern ist.

Über den Autor Holger Grosser

Berater und Auditor für Qualitätsmanagement seit 1994, über 1.000 durchgeführte Audits. BAFA-registrierter Berater (ID 123889), Zertifizierungspartner von OnlineCert und DNV. Alle bisher begleiteten Unternehmen haben ihr Zertifizierungsaudit im ersten Anlauf bestanden.

  • Unparteilichkeit im internen Audit. In einem Betrieb mit zehn Leuten gibt es niemanden, der seinen eigenen Bereich neutral auditieren kann.
  • Nachweise über einen Zeitraum. Kennzahlen, Reklamationen, Wirksamkeitsprüfungen — die brauchen Vorlauf. Wer sechs Wochen vor dem Audit anfängt, hat sie nicht.
  • Angemessenheit des Umfangs. Die meisten Eigenaufbauten dokumentieren zu viel. Das besteht das Erstaudit, scheitert aber im Überwachungsaudit an der Pflege.
  • Auswahl der Zertifizierungsstelle. Akkreditiert oder nicht, Auditzeiten, Preisstruktur — die Unterschiede sind erheblich und aus dem Angebot allein nicht erkennbar.
  • Förderung. Der BAFA-Zuschuss setzt einen bewilligten Antrag vor Beratungsbeginn voraus. Wer erst selbst anfängt und später Hilfe holt, verliert ihn für den bereits geleisteten Teil.

Diese Lücken schließen lassen

Das Angebot

Sie bauen. Ich prüfe.

Kein Beratungsprojekt, kein Handbuch-Ghostwriting. Sie erstellen Ihre Dokumentation selbst — ich komme an der Stelle dazu, an der die Norm einen unparteiischen Blick verlangt, und liefere die Nachweise, die die Zertifizierungsstelle als Erstes sehen will.

Was Sie bekommen

  • Dokumentenprüfung vorab Ich sichte Ihre Unterlagen gegen alle Normkapitel und sage Ihnen vor dem Audit, was fehlt — nicht danach.
  • Internes Audit, 2 Stunden online Unparteiisch nach ISO 9001 Kapitel 9.2, per Videocall. Kein Reisetag, kein Betriebsstillstand.
  • Auditbericht mit Feststellungen Abweichungen, Verbesserungspotenziale, Empfehlungen — in der Form, die Zertifizierungsstellen erwarten.
  • Managementbewertung Das Protokoll nach 9.3 mit allen geforderten Eingaben und Ergebnissen, gemeinsam mit Ihrer Geschäftsführung erarbeitet.
  • Maßnahmenplan Ursache, Verantwortlicher, Termin, Wirksamkeitsprüfung. Damit Kapitel 10 belegt ist.
1.200 €
Festpreis netto, zzgl. MwSt.

Ein Preis für Dokumentenprüfung und internes Audit — keine Stundenabrechnung, keine Reisekosten, keine Staffelung nach Mitarbeiterzahl. Sie erhalten das schriftliche Angebot unmittelbar nach Ihrer Anfrage per E-Mail.

Dokumentenprüfung vorabenthalten
Internes Audit per Videocall2 Stunden
Bericht, Managementbewertung, Maßnahmenplanenthalten
Begleitung beim Zertifizierungsauditoptional
Wiederholung im Folgejahrgleicher Festpreis

Internes Audit und Managementbewertung sind keine einmalige Sache — die Norm verlangt sie in jedem Zertifizierungszyklus. Die meisten Kunden buchen den Baustein deshalb jährlich, jeweils rechtzeitig vor dem Überwachungsaudit.

Angebot sofort erhalten
Zum Preis

Der Auditor prüft. Die Maschine schreibt.

Ein internes Audit mit Bericht, Managementbewertung und Maßnahmenplan kostet üblicherweise ein Vielfaches. Nicht weil die Prüfung so lange dauert, sondern weil die Dokumentation danach Tage frisst. Genau diesen Teil haben wir automatisiert — mit Vorlagen, Prüfmustern und Fragenkatalogen aus über 1.000 Audits seit 1994.

1.000+Audits als Grundlage

Erfahrung steckt im System

Welche Fragen ein Prozess braucht, welche Feststellung wie formuliert wird, welcher Fehler in welcher Branche auftritt — das ist über drei Jahrzehnte entstanden und heute in den Abläufen hinterlegt.

2 Std.statt Reisetag

Online statt Anfahrt

Das Audit läuft per Videocall. Keine Anfahrt, keine Übernachtung, kein halber Tag, an dem bei Ihnen niemand arbeitet — nur die Zeit, in der tatsächlich geprüft wird.

0Angebotsschleifen

Kein Vertrieb dazwischen

Ein Preis für alle, das Angebot kommt automatisch nach Ihrer Anfrage. Was andere für Akquise, Kalkulation und Nachfassen aufwenden, taucht in Ihrer Rechnung nicht auf.

Was die Technik nicht macht: das Audit selbst. Die Norm verlangt in Kapitel 9.2 einen kompetenten, unparteiischen Auditor — das ist und bleibt ein Mensch, der mit Ihren Leuten spricht und Nachweise ansieht. Automatisiert ist die Arbeit danach: Berichte, Protokolle, Abgleiche, Formulierungen. Jedes Dokument wird anschließend von uns überarbeitet und freigegeben — nichts geht ungeprüft an Sie oder an die Zertifizierungsstelle.

Vertraulichkeit

Was mit Ihren Dokumenten passiert.

Für die Prüfung sehen wir Ihre Prozesse, Ihre Zahlen und Ihre Schwachstellen. Das ist der sensibelste Teil der Zusammenarbeit, deshalb hier ohne Umschweife die Regeln.

Nach dem Audit

Wir löschen Ihre Daten

Sobald das Audit abgeschlossen und die Unterlagen bei Ihnen sind, löschen wir Ihre Dokumente. Es bleibt kein Archiv, aus dem später etwas auftauchen könnte.

Während des Audits

Nur für diesen Zweck

Ihre Unterlagen werden ausschließlich für die Dokumentenprüfung und die Erstellung von Bericht, Managementbewertung und Maßnahmenplan verwendet — für nichts anderes.

Immer

Verschwiegenheit

Was wir bei Ihnen sehen, bleibt bei uns. Eine gesonderte Vertraulichkeitsvereinbarung unterschreiben wir auf Wunsch vor der ersten Datenübergabe.

Was Ihnen bleibt

Die Nachweise gehören Ihnen

Auditbericht, Managementbewertung und Maßnahmenplan erhalten Sie als bearbeitbare Dateien. Sie sind Ihre Nachweise gegenüber der Zertifizierungsstelle, nicht unsere.

Ehrlich gesagt

Für wen das gedacht ist — und für wen nicht.

Passt zu Ihnen, wenn

  • Sie Ihre Prozesse selbst am besten kennen und aufschreiben können
  • jemand im Betrieb Zeit für die Dokumentation bekommt
  • Sie bereits zertifiziert sind und nur den jährlichen Auditbaustein brauchen
  • Sie das Budget lieber in die Zertifizierungsstelle stecken als in Beratungstage
  • Sie Werkzeuge und Vorlagen selbst zusammensuchen, statt sie geliefert zu bekommen

Passt nicht, wenn

  • im Betrieb niemand Kapazität hat und die Dokumentation liegen bleiben würde
  • Sie in unter acht Wochen zertifiziert sein müssen und noch bei null stehen
  • Sie eine BAFA-Förderung nutzen wollen — die setzt ein bewilligtes Beratungsprojekt voraus
  • Sie erwarten, dass jemand die Dokumente für Sie schreibt

Wenn Sie in der rechten Spalte stehen, ist das kein Problem — dann ist ein begleitetes Projekt der richtige Weg, und darüber sprechen wir genauso gern.

Zertifizierungsstelle

Akkreditiert oder nicht — was Sie wirklich brauchen.

Das Zertifikat stellt nie der Berater aus, sondern eine Zertifizierungsstelle. Davon gibt es zwei Sorten, und der Preisunterschied ist erheblich. Die Frage ist nicht, welche besser ist, sondern wem Sie das Papier später vorlegen.

Akkreditiert

DNV, TÜV und andere

Wer beaufsichtigt die Stelle
Die Deutsche Akkreditierungsstelle DAkkS prüft die Zertifizierungsstelle selbst — nach ISO/IEC 17021-1, regelmäßig und mit Entzugsmöglichkeit.
Wird anerkannt bei
Öffentlichen Ausschreibungen, Lieferantenaudits in der Industrie, Konzern- und OEM-Anforderungen, international.
Aufwand
Zweistufiges Zertifizierungsaudit, feste Auditzeiten nach Mitarbeiterzahl, jährliche Überwachungsaudits, Zyklus über drei Jahre.
Kosten
Deutlich höher — die Auditzeit ist vorgegeben und nicht verhandelbar.
Nicht akkreditiert

Private Zertifizierungsstellen

Wer beaufsichtigt die Stelle
Niemand von außen. Das Audit kann fachlich einwandfrei sein — geprüft wird die Stelle selbst aber nicht.
Wird anerkannt bei
Auftraggebern, die einen Nachweis sehen wollen, ohne die Akkreditierung zu verlangen. Bei öffentlichen Auftraggebern und in Lieferketten regelmäßig nicht.
Aufwand
Kürzere Auditzeiten, schnellere Termine, weniger Formalismus.
Kosten
Ein Bruchteil — häufig der Grund, warum überhaupt zertifiziert wird.

Sie nehmen an öffentlichen Ausschreibungen teil

akkreditiert

Ein Konzern- oder Industriekunde verlangt den Nachweis als Lieferant

akkreditiert

Sie brauchen das Zertifikat für Kunden im Ausland

akkreditiert

Ein einzelner Auftraggeber möchte einen Nachweis sehen, ohne Akkreditierung zu fordern

beides möglich

Sie wollen das System vor allem für sich selbst prüfen lassen

nicht akkreditiert genügt

Offenlegung in eigener Sache

Wir sind Zertifizierungspartner von OnlineCert und DNV und betreiben mit OnlineCert selbst eine nicht-akkreditierte Zertifizierung. Wenn wir Ihr internes Audit durchgeführt haben, empfehlen wir Ihnen für die Zertifizierung trotzdem eine akkreditierte Stelle — wir arbeiten dafür als Partner mit DNV zusammen und bereiten Sie ebenso auf TÜV oder jede andere Stelle vor.

Der Grund ist einfach: Prüfung und Zertifikat sollten nicht aus demselben Haus kommen. Für akkreditierte Stellen ist das ausdrücklich untersagt, und auch ohne Akkreditierung bleibt es angreifbar — gegenüber Ihren Kunden genauso wie gegenüber uns. Wenn Sie OnlineCert nutzen möchten, führt das interne Audit deshalb jemand außerhalb des Zertifizierungsteams durch. Was in Ihrem Fall sinnvoll ist, sagen wir Ihnen vorher, nicht nachher.

Kontakt

Checkliste holen oder Audit anfragen.

Vorlagen und Checkliste kommen sofort per E-Mail, ohne Newsletter. Wenn Sie „Angebot für internes Audit" wählen, erhalten Sie das schriftliche Festpreisangebot über 1.200 € netto ebenfalls sofort — direkt zum Annehmen, ohne Rückfrageschleife.

Telefon 0911 49522541
WhatsApp 01579 2316673
E-Mail [email protected]
Online-Termin buchen

Häufige Fragen

Fragen zum Eigenaufbau.

Kann ich ISO 9001 wirklich ohne Berater einführen?

Ja. Die Norm verlangt keinen externen Berater, und Zertifizierungsstellen prüfen das System, nicht seine Herkunft. Realistisch sind drei bis sechs Monate neben dem Tagesgeschäft. Die zwei Stellen, an denen es regelmäßig hakt, sind das unparteiische interne Audit und die Nachweise, die einen Zeitraum abdecken müssen.

Wie lange dauert der Eigenaufbau?

Für die Dokumentation drei bis vier Monate, wenn jemand im Betrieb dafür Zeit bekommt. Dazu kommt der Zeitraum, über den Kennzahlen, internes Audit und Managementbewertung laufen müssen — mindestens ein vollständiger Durchlauf, bevor die Zertifizierungsstelle prüft. Mit Beratung liegt die Gesamtdauer typischerweise bei zwei bis sechs Monaten.

Brauche ich ein Qualitätsmanagement-Handbuch?

Nein, seit der Revision 2015 nicht mehr. Viele Betriebe machen trotzdem eins, weil es die geforderten Dokumente an einer Stelle bündelt. Sinnvoller Umfang: 15 bis 20 Seiten. Ein Werk mit 200 Seiten besteht das Erstaudit genauso — nur pflegt es danach niemand, und im Überwachungsaudit fällt genau das auf.

Darf ich Vorlagen aus dem Internet verwenden?

Als Struktur ja, als Inhalt nein. Auditoren erkennen Standardtexte sofort, und sie sind kein Verstoß — aber sie werden geprüft: Steht in Ihrer Qualitätspolitik etwas, das Sie im Betrieb nicht belegen können, entsteht daraus eine Abweichung. Vorlagen sparen Formatierungsarbeit, nicht Denkarbeit.

Wer darf das interne Audit durchführen?

Jede Person mit passender Kompetenz, die den geprüften Bereich nicht selbst verantwortet. In größeren Betrieben auditieren sich Abteilungen gegenseitig. In kleinen Betrieben geht das oft nicht — dort wird ein externer Auditor eingesetzt, häufig als einziger zugekaufter Baustein des ganzen Projekts.

Muss die Zertifizierungsstelle akkreditiert sein?

Die Norm selbst verlangt es nicht — der Markt manchmal schon. Öffentliche Auftraggeber, Industriekunden in Lieferketten und ausländische Abnehmer bestehen in der Regel auf einem akkreditierten Zertifikat, hierzulande also auf einer von der DAkkS überwachten Stelle. Wollen Sie den Nachweis dagegen für einen einzelnen Auftraggeber oder für sich selbst, genügt oft eine nicht-akkreditierte Stelle zu deutlich geringeren Kosten. Prüfen Sie diese Frage, bevor Sie eine Stelle beauftragen — ein Wechsel im Nachhinein bedeutet ein komplett neues Zertifizierungsverfahren.

Darf mein Berater mich auch zertifizieren?

Nein. Akkreditierten Stellen ist es nach ISO/IEC 17021-1 untersagt, Kunden zu zertifizieren, die sie beraten oder für die sie interne Audits durchgeführt haben; nach Beratungsleistungen gilt eine Wartezeit von zwei Jahren. Nicht-akkreditierte Stellen unterliegen dieser Aufsicht nicht — die Trennung ist dort aber genauso ratsam, weil ein Zertifikat aus derselben Hand, die das System aufgebaut hat, seinen Zweck verfehlt.

Was kostet ein internes Audit von außen?

Bei uns 1.200 € netto als Festpreis, unabhängig von Mitarbeiterzahl und Standorten. Enthalten sind die Dokumentenprüfung vorab, das zweistündige interne Audit per Videocall, der Auditbericht, die Managementbewertung und der Maßnahmenplan. Ein Beratungsprojekt ist damit nicht verbunden — Sie kaufen genau diesen Baustein, sonst nichts.

Wie kann das Audit so günstig sein?

Weil der teure Teil nicht die Prüfung ist, sondern die Dokumentation danach. Auditbericht, Managementbewertung und Maßnahmenplan kosten klassisch mehrere Tage Schreibarbeit — bei uns entstehen sie automatisiert aus Vorlagen und Prüfmustern, die über 1.000 Audits seit 1994 hervorgebracht haben. Jedes Dokument wird danach von uns überarbeitet und freigegeben. Dazu kommt: kein Reisetag, ein Preis für alle, keine Angebotsschleifen. Die Erfahrung ist dieselbe, nur der Aufwand drumherum ist weg.

Was passiert mit unseren Dokumenten?

Sie werden ausschließlich für die Dokumentenprüfung und die Erstellung von Auditbericht, Managementbewertung und Maßnahmenplan verwendet. Nach Abschluss des Audits löschen wir Ihre Unterlagen — es bleibt kein Archiv bestehen. Die fertigen Nachweise erhalten Sie als bearbeitbare Dateien; sie gehören Ihnen. Eine Vertraulichkeitsvereinbarung unterschreiben wir auf Wunsch vor der ersten Datenübergabe.

Führt eine KI das Audit durch?

Nein. Die Norm verlangt in Kapitel 9.2 einen kompetenten und unparteiischen Auditor — das Audit führt ein Mensch, im Videocall mit Ihren Leuten. Automatisiert ist die Arbeit danach: Berichte schreiben, Protokolle strukturieren, Dokumente gegen die Normkapitel abgleichen. Jedes Ergebnis wird anschließend von uns überarbeitet und freigegeben. Ihre Zertifizierungsstelle bekommt damit Unterlagen, die ein erfahrener Auditor verantwortet.

Reicht ein internes Audit für die Zertifizierung aus?

Nein — das Zertifikat stellt immer eine unabhängige Zertifizierungsstelle nach ihrem eigenen zweistufigen Audit aus. Das interne Audit ist eine Voraussetzung dafür: Ohne dokumentiertes internes Audit und Managementbewertung wird die Stelle Sie gar nicht erst prüfen. Es ist außerdem der Punkt, an dem Sie die Abweichungen noch selbst beheben können, ohne dass sie im Zertifikatsverfahren stehen.

Muss ich das interne Audit jedes Jahr machen?

Ja. Über einen Zertifizierungszyklus müssen alle Prozesse und Normkapitel auditiert werden, und die Zertifizierungsstelle sieht sich bei jedem Überwachungsaudit die aktuellen internen Auditergebnisse und die Managementbewertung an. Die meisten Kunden buchen den Baustein deshalb jährlich im festen Rhythmus.

Läuft das Audit remote oder vor Ort?

Standardmäßig online. Dokumentenprüfung, Audit und Managementbewertung laufen per Videocall — das Audit selbst dauert zwei Stunden. Ein Vor-Ort-Termin ist möglich, dann kommen Anfahrt und Zeitaufwand hinzu; für Produktionsbetriebe mit mehreren Standorten ist das oft die bessere Wahl.

Kann ich mitten im Eigenaufbau noch Förderung beantragen?

Für die bereits geleistete Arbeit nicht — ein BAFA-Zuschuss setzt einen bewilligten Antrag vor Beratungsbeginn voraus. Für einen klar abgegrenzten weiteren Abschnitt, etwa die Auditvorbereitung, ist es möglich. Wer ohnehin damit rechnet, an einer Stelle Hilfe zu brauchen, klärt die Förderung deshalb besser am Anfang als in der Mitte.